Homepage selber machen oder erstellen lassen? Der ehrliche Vergleich.
Wix, Jimdo, IONOS-Baukasten — „in 30 Minuten zur eigenen Website". Klingt verlockend. Und manchmal reicht das sogar. Aber oft kostet der Baukasten unbemerkt genau das, wofür die Website da ist: Kunden. Hier ist die ehrliche Entscheidungshilfe — inklusive der Fälle, in denen du mich nicht brauchst.

Die kurze Antwort
Ein Homepage-Baukasten reicht, wenn die Website nur eine digitale Visitenkarte sein soll und Kunden ohnehin über Empfehlungen kommen. Sobald die Website aber neue Kunden über Google oder KI-Suchen bringen soll, stößt der Baukasten an Grenzen — bei lokaler SEO, Ladezeit und Individualität. Dann rechnet sich ein Webdesigner meist schon nach wenigen zusätzlichen Anfragen.
Das ist die ehrliche Version — und ja, sie bedeutet: Es gibt Fälle, in denen du keinen Webdesigner brauchst. Welche das sind, wann der Baukasten dich dagegen unbemerkt Geld kostet und woran du den Unterschied konkret erkennst, liest du hier.
Wann ein Baukasten wirklich reicht
Wenn einer der folgenden Punkte auf dich zutrifft, ist ein Baukasten eine völlig legitime Wahl:
- Deine Kunden kommen zu 100 % über Empfehlungen und du willst nur, dass man Adresse und Öffnungszeiten findet, wenn man deinen Namen googelt.
- Du testest eine Geschäftsidee und weißt noch nicht, ob sie bleibt — dann sind 15 €/Monat besser investiert als ein fertiges Webprojekt.
- Du hast selbst Zeit, Geduld und ein Auge für Gestaltung — und es macht dir nichts aus, viele Abende zu investieren.
In diesen Fällen sage ich das auch im Erstgespräch genau so. Eine Website zu verkaufen, die jemand nicht braucht, bringt mir vielleicht einen Auftrag — aber keine Empfehlung. Und davon lebe ich.
Wann der Baukasten dich Kunden kostet
Der Baukasten wird zum Problem, sobald Kunden dich über die Suche finden sollen: Baukasten-Seiten laden oft langsam, ranken bei lokalen Suchanfragen selten vorn und sehen aus wie tausend andere. Wer bei „Handwerker + Stadt" nicht auf Seite 1 steht, existiert für Neukunden praktisch nicht — die Anfragen gehen an den Wettbewerber darüber.
Drei Dinge kann der Baukasten strukturell nicht gut — egal wie viel Mühe du dir gibst:
- Lokale Sichtbarkeit: Saubere Struktur, Schema-Daten für Google, Orts- und Branchenseiten, Verknüpfung mit deinem Google-Unternehmensprofil — genau die Dinge, die entscheiden, ob du bei „Friseur Kirchheim" auftauchst. Im Baukasten bestenfalls rudimentär.
- Tempo: Baukasten-Seiten schleppen Ballast mit, den du nicht abschalten kannst. Und Ladezeit ist ein Google-Rankingfaktor und ein Absprung-Faktor: Wer am Handy 5 Sekunden wartet, ist weg.
- KI-Suchen (GEO): Immer mehr Menschen fragen ChatGPT & Co. nach Empfehlungen. Damit eine KI dich vorschlägt, braucht die Seite strukturierte Daten und klare Antworten im Text — das bieten Baukästen aktuell schlicht nicht an.
Rechne es einmal durch: Wenn ein einziger Neukunde dir im Schnitt ein paar Hundert Euro bringt, hat sich der Unterschied zwischen „wird gefunden" und „wird nicht gefunden" schneller bezahlt gemacht als jedes Baukasten-Abo. Was eine professionelle Seite konkret kostet, habe ich im ehrlichen Preisvergleich aufgeschlüsselt.
Der unterschätzte Faktor: deine Zeit
„In 30 Minuten online" stimmt — für eine leere Vorlage. Realistisch sitzt du an einer brauchbaren Baukasten-Seite 20 bis 40 Stunden: Texte schreiben, Bilder suchen und zuschneiden, Mobilansicht reparieren, Impressum und Datenschutz recherchieren. Als Unternehmer ist deine Stunde selten unter 50 € wert — damit hat die „günstige" Selbstbau-Seite still und leise vierstellig gekostet. Nur eben in Abenden und Wochenenden statt auf einer Rechnung.
Woran du erkennst, dass deine Baukasten-Seite dich bremst
Falls du schon eine Baukasten-Seite hast, hier der ehrliche Selbsttest:
- Google in einem privaten Browser-Fenster nach deiner Leistung + Stadt („Kosmetikstudio Nürtingen"). Bist du nicht auf Seite 1, obwohl es dich seit Jahren gibt?
- Öffne deine Seite am Handy im Mobilfunknetz. Dauert es spürbar, bis etwas Nutzbares erscheint?
- Frag ChatGPT: „Welche [deine Branche] in [deine Stadt] kannst du empfehlen?" Kommst du nicht vor, deine Wettbewerber aber schon?
Zwei von drei Fragen mit Ja beantwortet? Dann verliert deine Seite gerade Anfragen — jeden Monat.
Das ehrliche Fazit
Baukasten und Webdesigner sind keine Konkurrenten — sie lösen verschiedene Probleme. Der Baukasten ist eine Visitenkarte, der Webdesigner baut ein Werkzeug zur Kundengewinnung. Die entscheidende Frage ist nicht „Was kostet die Website?", sondern „Was soll sie mir bringen?". Wenn die Antwort „neue Anfragen" lautet, führt an sauberer lokaler SEO kaum ein Weg vorbei.
Wenn du unsicher bist, welcher Fall auf dich zutrifft: Genau dafür ist das kostenlose Erstgespräch da. Ich schaue mir deine Situation an und sage dir ehrlich, ob sich eine professionelle Website für dich rechnet — oder ob dein Baukasten für deine Ziele völlig ausreicht.
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